Bürgerenergiepreis für oberbayerische Energiewendeprojekte

Bayernwerk und Regierung von Oberbayern verleihen Preis für außergewöhnliches Engagement.

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von links: Leiter Kommunalmanagement der Bayernwerk Netz GmbH Markus Leczycki, Preisträger aus Rudelzhausen Sarah Beck-Trojer und Daniel Trojer, 1. Bürgermeister Michael Krumbucher, 3. Landrat Landkreis Freising Robert Wäger, Oberbayerns Regierungspräsident Dr. Konrad Schober

©Christiane Allinger/Bayernwerk AG

 

 

Pressemitteilung, 12.06.2024, Bayernwerk AG

München. Am Dienstag (11. Juni) hat die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) in Kooperation mit der Regierung von Oberbayern den Bürgerenergiepreis verliehen. Die Verleihung des Preises für vorbildliche Energiewendeprojekte fand im Maximiliansaal in München statt. Die diesjährigen Preisträger sind der Verein „Green City e.V.“ aus München, Michael Lenz aus Zorneding (Landkreis Ebersberg) sowie Sarah Beck-Trojer und Daniel Trojer aus Rudelzhausen (Landkreis Freising). Die Auszeichnung haben Markus Leczycki, Leiter Kommunalmanagement der Bayernwerk NetzGmbH, und Oberbayerns Regierungspräsident Dr. Konrad Schober vorgenommen. Markus Leczycki erläuterte: „Zum siebten Mal überreichen wir diesen Preis heute in Oberbayern, und nie war er so wichtig wie jetzt. Der Bürgerenergiepreis steht für den Wunsch vieler Menschen nach einer besseren, klimagerechten Welt. Erst mit dem Fortschreiten der Energiewende
wird vielen deutlich, dass sie eine grundlegende Transformation eines Systems bedeutet. Gerade jetzt ist es wichtig, ein umfassendes Verständnis bei der breiten Bevölkerung zu schaffen“. Dr. Konrad Schober ergänzte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger sind wichtige Botschafter für die Energiewende. Denn sie zeigen, dass Veränderung möglich ist und jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann." Insgesamt wurden 10.000 Euro Preisgeld für den Bürgerenergiepreis in Oberbayern vergeben.

Schulprojekt zu Erneuerbaren Energien und Umweltbewusstsein

Die Mitglieder des Vereins Green City e.V. aus München betreuen mit ihrem Projekt „Energieschule München“ seit 2009 Grund- und Mittelschulen in München. Es hat das Ziel, junge Menschen in der Stadt zu energieeffizientem und umweltbewusstem Handeln zu motivieren und damit einen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft zu leisten. Dafür haben die Mitglieder des Vereins Lerneinheiten für Schulen entwickelt, und bieten sogar Unterstützung bei der Berufsorientierung mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt an.

Die Module „Energie mit Zukunft“ und „Clever konsumieren“ richten sich an Mittelschülerinnen und Schüler der 5. - 8. Klasse, das Modul „Sonne – voll Energie“ ist für die Grundschule geeignet. Die Fortbildung „Deine Energieschule - bringt Strom und Wärme auf den Stundenplan“ richtet sich an Lehrkräfte an Mittelschulen und vermittelt praktisch und theoretisch Hintergrundwissen zu Erneuerbaren Energien und nachhaltiger Energienutzung im Alltag. Der Verein erhält ein Preisgeld in Höhe von 3.500 Euro.

Sanierung des eigenen Hauses für mehr Energieersparnis

Michael Lenz aus Zorneding hat sein Reihenhaus aus dem Jahr 1986 nach energiegerechten Standards saniert. Er hat das Dach mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und kann den Sonnenstrom mithilfe eines Hauskraftwerkes mit Batterie effizient nutzen. Um das Haus energiegerecht mit Wärme und Warmwasser zu versorgen, hat er eine Wärmepumpe mit Pufferspeicher sowie einen Hydraulik-Tower mit Brauchwasserspeicher installiert. Für mehr Energieersparnis hat er außerdem die Haustür, Fenster und Rollläden erneuert und die Außenwände und die Kellerdecke gedämmt. Sein gesammeltes Wissen zu energieeffizienten Sanierungsmaßnahmen gibt
Michael Lenz an andere weiter. Sein Engagement wird mit 3.000 Euro belohnt.

Eigenheim als ökologiegerechtes Bauprojekt

Die Gemeindebürger, Sarah Beck-Trojer und ihr Mann Daniel Trojer, haben bei dem Bau des Hauses für sich und ihre Kinder auf ökologische Kriterien geachtet. Sie haben das Haus aus Massivholz gebaut und die Bodenfläche nicht mit Beton versiegelt, sondern umweltschonende Schraubpfahlfundamente verwendet, die in die Erde gedreht werden. Dadurch bleibt das unterirdische Ökosystem auf der Wohnfläche erhalten. Auch hat das Paar beim Bau darauf geachtet, die Materialien Secondhand zu erwerben. Für die Haustechnik hat Familie Trojer eine Photovoltaikanlage, eine Luftwärmepumpe und einen Wasserspeicher installiert. Für Waschmaschine, Toilettenspülung sowie zum Gießen des Gartens nutzt die Familie Regenwasser aus der Zisterne. Auch den Alltag gestaltet die Familie nachhaltig, indem sie überwiegend das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit und die täglichen Besorgungen verwendet. Ihr Wissen über nachhaltiges Wohnen und Leben teilt das Paar mit der Öffentlichkeit über einen YouTube-Kanal. Das Preisträgerehepaar freut sich über 3.500 Euro Preisgeld.

Schon jetzt für die nächste Runde bewerben

Der Bürgerenergiepreis wird in den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz verliehen. In diesen Regierungsbezirken werden jährlich Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet. Die Bewerbungen für den Bürgerenergiepreis können das ganze Jahr über eingereicht werden. Den Bewerbungsbogen gibt es im Internet unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis. Teilnehmen können dabei Vereine, Kindergärten, Schulen, aber auch Privatpersonen. Ausgeschlossen sind Projekte von Unternehmen, die sich gewerblich mit Energieeffizienz beschäftigen. Videos der bisherigen Sieger sind im Bayernwerk-Kanal auf YouTube zu finden.

Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr
Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 75 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen rund 460.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.